Mediation und Konfliktbewältigung in Hamburg

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Blog für Familienunternehmen


Familie und Unternehmen - Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Paradoxien in Familienunternehmen

Drei Systeme - Drei Welten

Die Familie

Die Akteure in Familienunternehmen bewegen sich fließend und häufig genug übergangslos in drei sehr unterschiedlichen Systemen. Da ist zum einen die Familie. Die Verbindung beruht vor allem auf Emotionen. Sie bilden den Maßstab zur Beurteilung der persönlichen Bedeutung der Mitglieder dieses Systems. Es stehen die Personen im Mittelpunkt der Interaktionen und der Kommunikation. Die Verbindung innerhalb dieses Systems ist personenbezogen. Die Funktionen hingegen sind austauschbar. Kann ein Familienmitglied eine bestimmte Aufgabe nicht erfüllen, so springt im Allgemeinen ein anderes Mitglied ein. Die Beziehungen in der Familie sind unkündbar und der Zugang zu diesem System erfolgt ausschließlich durch Heirat, Geburt oder Adoption.    

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Konflikte im Familienunternehmen - Gerechtigkeit

Ist das gerecht?


In einem Familienunternehmen wirken drei sehr unterschiedliche Systeme aufeinander. Die Familie, das Unternehmen und das Eigentum. Jedes dieser drei Kreise hat seine eigenen Spielregeln was die Aufnahme in den Kreis, die richtige Kommunikation und das Gefühl von Recht und Unrecht anbelangt. Es bietet sich an, Konflikte in einem Familienunternehmen zunächst und vor allem unter dem Gesichtspunkt von Gerechtigkeit zu beleuchten, da auf diesem Feld häufig Konflikte entbrennen.

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Nachfolge im Familienunternehmen - Sicht des Seniors

Staffelübergabe - aber wie?


Die Staffelübergabe an die nächste Generation ist in einem Familienunternehmen eine große Herausforderung. Viele Familienunternehmen scheitern an dieser Aufgabe. Aber warum? Diverse Faktoren spielen dabei eine Rolle – betriebswirtschaftliche, juristische, aber auch und vor allem psychologische Faktoren auf gebender und nehmender Seite. Dieser Beitrag soll den Versuch unternehmen, den Übergeber und seine Beweggründe besser zu verstehen.

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Kommunikation: rational-emotional-sozial

Meine Sicht - Deine Sicht


Der Vordermann (oder -frau) an der Ampel fährt nicht schnell genug an. Ich ärgere mich und fange an zu schimpfen. Im Büro teilt mir der Mitarbeiter eine Selbstverständlichkeit mit. Ich empfinde diese Nachricht als überflüssig und fange an, mich zu ärgeren und auf den Mitarbeiter und seine Unfähigkeit zu schimpfen. Der Mitgesellschafter fordert mehr Geld, obwohl er weiß, dass die Liquidität nicht ausreicht. Ich ärgere mich über seine Inkompetenz und fange an zu schimpfen. All diese Situationen ärgern uns und wir haben das Gefühl, der andere agiert nur in eben dieser Weise, um zu verletzen. Doch warum beziehen wir Aktionen oder Reaktionen unseres Gegenüber eigentlich so häufig auf uns? Warum sind wir so leicht verärgert über unsere Mitmenschen und fangen an zu schimpfen? Was läuft schief in unserer Kommunikation?

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Unternehmen in der Generationenfolge

Familienstrategie im Vetternkonsortium


Unternehmerfamilien denken in Generationen. Doch mit jeder hinzukommenden Generation sieht sich die Familie vor neuen Herausforderungen. Ab der dritten Generation verändert sich die Geschwistergesellschaft meistens in ein Vetternkonsortium. Aus Brüdern und Schwestern werden Cousins und Cousinen, die die Inhaberschaft des Unternehmens darstellen. Auch diese Veränderung in der Inhaberschaft ist beträchtlich. Die Zahl der Inhaber wächst, die Nähe zum Unternehmen und innerhalb der Familie nimmt ab. Die neuen Inhaber wachsen nicht nur in der Zahl, auch ihre Lebensplanungen sind in der Regel sehr unterschiedlich. So entstehen neue Herausforderungen, die sich durch Unterschiede bei Beteiligungen und Teilhabe ergeben. Es ist faktisch nicht mehr möglich,  alle Familienmitglieder gleich zu behandeln. Die Stimmrechte und Dividenden fallen unterschiedlich aus. Dies führt bei manchem Inhaber zu nachlassender Identifikation mit dem generationenübergreifenden Projekt und zu der Frage nach der Sinnhaftigkeit, das Unternehmen als Familienunternehmen fortzuführen. Zwischenmenschliche Probleme treten dafür etwas in den Hintergrund, da die zunehmende Entfremdung der wachsenden Inhaberschaft dazu führt, dass kindliche Rivalitäten nicht mehr so stark auf das Spielfeld des Unternehmens übertragen werden. Dann muss sich die Inhaberschaft jedoch darüber im Klaren werden, welche gemeinsamen Interessen sie haben, welche Werte sie zusammenhalten, für die es sich lohnt, das gemeinsame Investment aufrecht zu halten. Hier bedarf es einer genauen Herausarbeitung, um die gemeinsame Basis festzustellen.

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